Das „Nie wieder!“ hat ein Gesicht bekommen
22.01.202614:00

Oświęcim. Vom 11. bis 16. Januar unternahm die YOUnesco-AG der Oberstufe eine Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Die Lehrkräfte Madeleine Rohe und Philipp Kütemeier begleiteten diese Fahrt bereits zum zweiten Mal, nachdem es vergangenes Schuljahr sehr viel positive Resonanz und den Wunsch nach einer Fortführung des Projekts gegeben hatte.
Die Anreise erfolgte über Nacht mit dem Bus – eine 15-stündige Fahrt, die den Schülerinnen und Schülern Zeit gab, sich auf die vor ihnen liegenden Tage einzustellen. Am ersten Tag stand die Besichtigung einer Synagoge sowie ein Spaziergang durch die heutige Altstadt von Oświęcim auf dem Programm. In den beiden darauffolgenden Tagen machten die Schülerinnen und Schüler intensive Führungen durch das Stammlager sowie durch das Außenlager Birkenau, was ihnen die unvorstellbare Grausamkeit der nationalsozialistischen Verbrechen vor Augen führte. Am Abend fasste ein Schüler die Eindrücke so zusammen: „Ich hatte da immer wieder so ein erdrückendes Gefühl und wollte den Ort verlassen, gleichzeitig konnte ich meinen Blick von so viel Schrecklichem nicht abwenden.“
Am Dienstag hatte die Gruppe darüber hinaus die (mittlerweile) nur noch seltene Gelegenheit, eine Auschwitz-Überlebende zu treffen. Die persönlichen Erinnerungen von Zdzisława Włodarczyk hinterließen einen tiefen Eindruck. Am letzten Tag besuchte die Gruppe Krakau, um Spuren jüdischen Lebens im ehemaligen Ghetto und im heutigen jüdischen Zentrum nachzugehen. Die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten Krakaus ließ die Schülerinnen und Schüler mit einem positiven Gefühl zurück.


Die Fahrt nach Auschwitz war für die Jugendlichen eine unglaublich prägende und emotionale Erfahrung. Eine Schülerin sagte: „Wir sind den gleichen Weg gegangen wie hunderttausende Menschen, die diesen Ort nicht mehr lebend verlassen haben.“ Eine andere resümierte: „Ich bin dankbar für meine Privilegien und die Lebensverhältnisse, die ich habe.“ Die Reise zeigt, wie wichtig es ist, die Vergangenheit nicht zu vergessen und aktiv Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.











